Gastbeiträge

Hallo zusammen,

auf dieser Seite findet ihr Gastbeiträge von verschiedenen Bloggern! Viel Spaß beim Lesen!

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Ein neuer Gastbeitrag einer meiner Lieblingsinstagrammerinnen ist nun online gegangen! 🙂

 Hundert erste Dates

Jede Beziehung braucht Rituale, um das Feuer der Liebe am Lodern zu halten. Und, damit sich die Beziehung weiter entwickeln kann.
Zwischen dem ganzen Alltagsstress vergisst man schnell dem Partner die Aufmerksamkeit zu schenken die er verdient hat. Komplimente und ernste Gespräche über sich selbst, seine eigenen Wünsche und Vorstellungen sowie die Erwartungen an die Beziehung kommen zwischen Arbeiten, Haushalt und Co. Leider oft zu kurz.

Ich bin Bianca und auf Instagram als Fraeulein.Hafenliebe bekannt. Dort erzähle ich oft von meinem Herr Anker. Für mich war die Beziehung mit Herr Anker von Anfang an etwas ganz besonders, denn ich habe mich bereits beim ersten Date über beide Ohren in ihn verliebt.

Unser (wirkliches) erstes Date:

Herr Anker hatte sich eine Überraschung für mich einfallen lassen und mir nur die Adresse genannt an der wir uns treffen. Ich war Tage zuvor schon aufgeregt und konnte nachts nicht mehr schlafen. So groß war die Freude auf das Treffen. Als ich nach Stunden vor dem Spiegel endlich das passende Outfit gefunden hatte, machte ich mich auf den Weg zur genannten Adresse. Vor Ort stand ich vor einem schönen Restaurant, Herr Anker war noch nicht da. Ich stand also dort vor dem Eingang, war aufgeregt und konnte an nichts mehr denken. Und dann stand er plötzlich vor mir: Mein Herr Anker. Er gab mir ein Kuss auf die Wange und hielt mir die Tür auf. Schließlich saßen wir stundenlang beim Essen, haben geredet, uns Komplimente gemacht und alles um uns herum vergessen. Es war wunderschön. Anschließend sind wir in eine nette Bar und haben getanzt. Da war sie endlich. Die sehnlich erwartete erste Berührung. Es war ein unglaubliches Gefühl, als er seinen Arm auf meinen Rücken lag und meine Hand nahm. Wir tanzten bis unsere Füße weh taten. Wir waren uns so nah gewesen. Und dann schaute er mir tief in die Augen und gab mir den ersten Kuss. Das war der Moment an dem ich wusste, dass Herr Anker der letzte Mann sein wird den ich Küssen möchte.

Für uns beide war schnell klar, dass wir unseren Weg von nun an gemeinsam gehen werden. Doch schnell merkten wir das eine Beziehung eigentlich gar nicht in unser momentanes Leben passte. Wir hatten beide viel zu wenig Zeit, um uns gegenseitig die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Allerdings war unsere Liebe so stark zueinander, dass wir auf den anderen nicht mehr verzichten wollten. Wir sahen uns also sehr oft erst spät abends, um zusammen einzuschlafen und morgen zusammen aufwachen zu können. Meistens waren wir dann allerdings schon so müde von Tag gewesen das wir nie mehr als eine halbe Stunde geredet haben bevor uns die Augen zugefallen sind. Über uns selber haben wir meist nicht gesprochen. Relativ schnell hatte ich das Gefühl das unser Zauber der Liebe verfliegt und die Schmetterlinge vom ersten Date nicht mehr da waren. Als ich darüber mit Herr Anker sprach sah er mich nur entschlossen an und ging. Ich war zutiefst traurig und habe gedacht ich hätte da durch alles kaputt gemacht. Aber keine halbe Stunde später hatte ich eine Postkarte mit einem Datum, einer Uhrzeit, einem Ort und der Unterschrift von Herr Anker in meinem Briefkasten.

Ganz gespannt wartete ich am nächsten Tag an dem Ort. Ohne zu wissen was auf mich zukommt. Ich war so aufgeregt. Als Herr Anker dann endlich vor mir stand und mir zur Begrüßung nur einen Kuss auf die Wange gab hatte ich mehr Angst alles kaputt gemacht zu haben als jemals zu vor. Ich hatte das Gefühl das Wertvollste in meinem Leben verloren zu haben. Dann bat Herr Anker mir ihm zu folgen, da er eine Überraschung für mich hätte. Wir gingen ein paar Meter und kamen an einen See. Dort hatte Herr Anker eine Decke und ein Picknick bereitgelegt. Und mit den Worten: „Wir wiederholen jetzt unser erstes Date damit die Schmetterlinge wieder zurück kommen“ war der Damm gebrochen und ich war noch mehr in Herr Anker verliebt als je zuvor. Wir verbrachten also einen schönen Nachmittag am See, aßen leckere Sachen, redeten über uns, über unsere Wünsche und Vorstellungen, über alles was im Alltag zu kurz kam. Wir machten uns Komplimente und Lachten zusammen. Irgendwann machte Herr Anker Musik an und bat mich zum Tanz. Wir tanzten auf der Wiese, bis Leute vorbei liefen und es mir peinlich wurde. Da nahm Herr Anker mich ganz fest in den Arm und küsste mich. Das war der erste Kuss dieses Tages und es fühlte sich so unglaublich schön und intensiv an. In meinem Bauch tanzten die Schmetterlinge.

Seit diesem Tag verabreden Herr Anker und ich uns alle 3-4 Monate zu einem ersten Date. Eine Überraschung für den jeweils anderen. Ein Treffen vor Ort, ohne gemeinsame Anreise, dafür mit Freude auf ihn. Ohne Begrüßungskuss, dafür mit Kuss auf die Wange. Ohne Alltagsklamotten, dafür mit schickem Dresscode. Ohne Händchenhalten, dafür mit sehnsüchtigen warten auf die erste Berührung. Ohne Alltagsgespräche, dafür mit Gesprächen über uns, unsere Wünsche, unsere Vorhaben, unsere Ziele, über alles wofür im Alltag nie der richtige Moment ist. Mit ganz viel Lachen und mit noch mehr Komplimenten. Ohne Wissen wie der Abend ausgeht, dafür mit jeder Menge Vorstellungen was als nächstes passiert.

Die Beziehung von Herr Anker uns mir ist seitdem viel intensiver geworden. Wir schätzten jeden Augenblick den wir gemeinsam haben und denken auch im Alltag daran dem anderen unsere Liebe zu zeigen. Und wenn es mal etwas stressiger im Leben wird bleiben wir geduldig, denn wir wissen: Unser nächstes erstes Date kommt.

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Ein neuer Gastbeitrag ist online. Und zwar von der 24jährigen jungen Bloggerin Nina aus Frankfurt am Main (https://sexandtheficki.wordpress.com/)

Warum ich keine Lust mehr auf Dates habe
Es gibt eine Zahl, an der habe ich zu knabbern. Es ist die 24. Mein Problem ist nicht die sich
langsam annähernde 30, vor der sich jeder so fürchtet, sondern weht von ganz woanders her:
Meine Schwester war 24, als sie ihre große Liebe traf. Sie war immer ein Vorbild für mich und
vielleicht ist es eine leicht versteifte Ansicht, aber ich habe Angst das war es jetzt mit den guten
Männern, sobald die 25 kommt.
Eigentlich bin ich glücklicher Single, Probleme mit Einsamkeit habe ich eher selten.
Aber auf eines habe ich keinen Bock mehr: Dating.
Natürlich muss man klären, was unter einem Date verstanden wird. Für mich (bitte folgenden Text
als Merkkästchen rot markieren!) definiert sich dies so:
„Ein Date ist eine Verabredung, bei der man sich mit einer Person trifft, mit der man sich eventuell
eine Beziehung oder andere intime Aktivitäten vorstellen kann.“
Wenn man jemanden kennenlernen möchte, führt leider an der Dateprozedur kein Weg vorbei. Ich
empfinde es leider in letzter Zeit als tierisch anstrengend, mich mit Männern zu verabreden. In
meiner Bestzeit, so zwischen 18-20, hatte ich damit keine Probleme, im Gegenteil, die Frequenz an
Männern mit denen ich mich traf war höher, als ich manchmal zugeben möchte. Vielleicht hat mich
ja meine dreijährige Beziehung versaut, denn die Zusammentreffen mit meinem Exfreund fühlten
sicht nicht wirklich an wie Dates.
Es geht damit los, das du ein hübsches Outfit suchst. Zum Schluss sieht es dann im Schlafzimmer
aus, als hätte dein Kleiderschrank genießt. Du findest eh nichts, also gehst du los shoppen. Als du
dann das frisch erworbene Outfit anziehen willst, findest du es doch kacke und entweder du behälst
du es an und zupfst nervös an dir rum oder du schlüppst in dein „Wohlfühldateoutfit“. Ein
Zusammenstellung von Kleidern, die zwar nicht wirklich chic ist, aber komfortabel. Dann kommen
ja noch die Restaurationsarbeiten im Gesicht.
„Nur ein bisschen Rouge und Mascara, er steht auf natürliche Frauen.“
„Oh, den Eyeliner bessere ich noch ein bisschen aus, nur noch ein kleiner Catwing.“
„Uuuund bin Marilyn Manson“.
Dann sitzt du da, dem potenziellen Traummann gegenüber, mehr verkrampft wie entspannt und
versuchst, ja keine peinlichen Pausen zwischen den Sätzen entstehen zu lassen. Bist du im
Restaurant hast doch noch Glük gehabt, denn es gibt auch „Spaziergehtypen“: Sie laden dich zu
einem Spaziergang ein, weil sie kein Geld ausgeben wollen, falls man sich eventuell nicht versteht.
Oder weil sie denken, hinter der nächsten Eiche könnten sie ihre Eichel auspacken. Beides schon
erlebt.
Nach dem Rendezvous dann die große emotionale Nachbearbeitung.
Will ich ihn wiedersehen?
Will er das auch?
Wie fand er mich?
Wann er sich wohl melden wird?
Frau starrt auf ihr mobiles Kommunikationsgerät und wartet auf eine obligatorische „Danke für den
schönen Abend, hoffe du bist gut heimgekommen“ Nachricht.
Das war der ziemlich groben Ablauf der meisten Dates in den letzten zwei Jahren. Zwar gab es auch
Zusammenkünfte die entspannter verlaufiefen, aber das Negative merkt man sich doch eher als das
Positive. Bei allen Dates, die ich so anstrengnd empfand, hatte sich noch nie mehr entwickelt.
Um nochmal auf die Verabredungen mit meinem Ex zu sprechen zu kommen: Ich hatte nie das
Gefühl, wir dateten uns. Es fühlte sich eher an, wie eine richtig schöne Zeit, die man miteinander
verbrachte. Bei einem Gespräch sollte man nicht dauernd auf die Uhr starren müssen und ein
Thema nach dem anderen rausquetschen, sondern sich zulabern bis man die Zeit vergisst, plötzlich
die letzten im Restaurant ist und die Kellnerin beim Bezahlen schon die Stühle hochstellt (zuletzt
geschehen.)
Man will sich gar nicht voneinander verabschieden und man wartet auch nicht auf die
Nachrufnachricht, sondern hat, sobald die Person nur aus dem Blickfeld verschwunden ist, das
Bedürfnis, sich bei dieser zu melden.
Es ist schon seltsam, da datet man so wenig wie zuvor und trotzdem gillt hier nicht Qualität über
Quantität. Eigentlich habe ich wirkliche keine Lust mehr auf diesen Datecircus, aber die 25 nähert
sich und ich möchte ja auch jemanden kennenlernen, mit dem ich eine Partnerschaft eingehen kann.
Da muss ich mich wohl noch etwas durchquälen, bis ich wieder so ein seltenes Superdate habe und
nicht ewig Single bleiben möchte.

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Existiert so etwas wie Schuld?

Ein Schuldgefühl empfinden wir Menschen als äußerst schmerzlich. Unsere inneren Dialoge scheinen nicht enden zu wollen. Wir kritisieren uns aufs Schärfste und können dieser Spirale nicht entrinnen.

Welche Situation uns in das Schuldgefühl treibt, ist mehr oder weniger nebensächlich, denn es ist wichtig, sich darüber bewusst zu werden, dass die Annahme, schuldig zu sein, eine rein subjektive Bewertung ist.

Warum?

Hast du dich jemals gefragt, ob eine absolute Wahrheit existiert? Falls es diese gäbe, würde jeder, der dieselbe Erfahrung gemacht hat wie du, die Gemütsbewegungen beobachten können, die deine Zellen fluten. Doch genau das ist nicht der Fall!

Bisweilen ist ein Schuldgefühl auch nur der Versuch, dem Gefühl der Ohnmacht ein Stück weit Kontrolle entgegenzusetzen.

Wie beeinflusst unser Glauben, der unser Erleben in ein Bewertungsschema einpasst, unsere Wahrnehmung, sodass wir uns schuldig fühlen?
Die Quantentheorie besagt, dass unendlich viele Wirklichkeiten nebeneinander existieren; welche Realität wir als Menschen erfahren, hängt von dem jeweiligen Beobachter ab. Einen wesentlichen Einfluss auf die jeweilige Beobachterrolle spielen in diesem Zusammenhang Glaubenssätze.
Wer im Elternhaus gelernt hat, Liebe nur gegen Anpassung, Gehorsam und Leistung zu erhalten, der wird in seiner Entwicklung und Ausprägung seines gesunden Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins nicht gefördert.
Jedoch ist Liebe nicht an Bedingungen geknüpft.
Je mehr wir uns von Abhängigkeiten und Ängsten befreien, die letztlich unser Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein unterminieren und unser Leben beeinträchtigen, desto mehr erfahren wir die Liebe.

Videolink:


Und der liebevolle Umgang mit uns selbst erleichtert es uns, die quälenden Schuldgefühle bewusst anzuschauen und dann auch loszulassen.

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst eh nicht lebendig davon. In diesem Sinne:

 Motto: Habe den Mut, anders zu sein.

Text von: Reinhold Di Cesare