Die Andere sein

Die Andere sein

Moin, moin!

Im Leben als Single kann es immer wieder passieren, dass man jemanden kennenlernt, der bereits vergeben ist. Wenn man den-/diejenige jedoch im realen Leben kennengelernt hat und nicht online, kann man den Leuten ja bloß vor Kopf schauen und hoffen, dass sie auch Single sind wie man selbst.

Was ist aber, wenn der-/diejenige bereits vergeben ist? Sofern man sich super versteht, auf derselben Wellenlänge ist, sich sympathisch ist oder bestenfalls attraktiv findet und es entstehen mehr Gefühle… Würdet ihr weitere Schritte wagen und den-/ diejenige trotzdem weiter kennenlernen wollen? Auch wenn ihr dann der / die andere wäret?! Natürlich kann man nie wissen wann man wen kennenlernt. Das kann zu jeder Zeit passieren. Man kann in der besten und glücklichsten Beziehung leben, aber dennoch jemanden treffen der einfach einem mehr gefällt und zu einem noch viel besser passt.

Doch wie geht man am besten in solch einer Situation um? Und damit meine ich jetzt beide Parteien, sowohl den Single als auch den Vergebenen.

Wenn ich als Single jemanden kennenlerne, der vergeben ist, aber auch interessiert an mir ist, würde ich versuchen mich dennoch zurück zu halten. Immerhin würde man ja eine bereits bestehende Beziehung zerstören und ich weiß nicht, ob ich mit dem Gedanken daran gut weiter machen könnte. Zum anderen leben wir sowieso in einer unfairen Welt wo sich u.a. auch Partner ausgespannt werden. Aber gegen die Gefühle kann man doch nichts machen, oder?

Selbst wenn in der ersten Zeit nichts laufen würde, wäre ein Beigeschmack dabei. Und wenn dann doch etwas laufen würde erst Recht. Aber manchmal kann man gegen das Verlangen nichts machen. Dass es nicht richtig wäre, das weiß ich. Doch ich denke mir auch dabei, dass immer zwei Personen dazu gehören.

Wäre ich in der Position der Vergebenen, wüsste ich ehrlich gesagt nicht wie ich handeln würde. Es käme auch vielleicht darauf an, wie lange ich mit meinem Partner zusammen bin und ob die Beziehung gut läuft und ob ich mir vielleicht auch bestenfalls vorstellen könnte, mein restliches Leben mit ihm zu verbringen.

Leider leben wir auch in einer Wegwerfgesellschaft, in welcher zu schnell aufgegeben wird. Sobald die kleinsten Probleme auftreten, wird die Beziehung beendet oder man sieht sich währenddessen anderweitig um.

Doch wie ich bereits erwähnt habe, kann man auch nicht beeinflussen, wann und wo man jemanden kennenlernt und wenn man in diese unangenehme Situation kommt, sollte man beide Seiten gut überdenken. Ich würde mich fragen, ob ich weiterhin mit meinem Partner zusammen bleiben kann und ob ich in zehn Jahren noch so glücklich sein könnte wie zu Beginn der Beziehung und im weiteren Verlauf.

Wenn wir jedoch Probleme in der Beziehung hätte und selbst das miteinander reden nicht weiterhelfen würde, dann würde ich diese Beziehung wahrscheinlich überdenken und auch daran, diese Beziehung zu canceln und es anderweitig zu probieren.

Aber seien wir doch mal ehrlich zu uns selbst. Wenn wir vergeben sind und unseren Partner auch mit den Macken und eventuellen Problemen lieben, denken wir doch erst gar nicht darüber nach etwas Neues anzufangen, oder?

In der Position des Singles hätte man es einfacher. Jedoch muss man dann mit sich selbst vereinbaren können, dass man eventuell eine Beziehung zerstört und dazwischen funkt. Aber manchmal kann man nicht anders als auf sein Herz zu hören und den Gefühlen nachgehen.

Was ich mich dann aber auch frage, wie kann man sich dann vernünftig kennenlernen, wenn der vergebene Part das ganze verheimlicht? Ist das dann überhaupt möglich? Oder sagt man sich dann doch lieber „Hände weg!“?

Wie denkt ihr über solche Situationen und wart ihr zufällig schon mal in solch einer Situation? Über Berichte würde ich mich freuen!

Bis bald,
Eure Miss Lisbeth.

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: www.hellogiggles.com

2 thoughts on “Die Andere sein

  1. Liebes,
    Dein Beitrag bringt mich mächtig ins Schmunzeln. Erst dachte ich das Du noch sehr jung sein musst um so zu schreiben (verzeih, aber eben mein erster Eindruck) – dann hab ich nachgeschaut und Du bist „schon“ 31 Jahre alt, also kein Teenie mehr. So, oder so: meine Aussage hierzu bleibt dieselbe:
    Du bist doch kein Tier. Du folgst nicht wahllos irgendwelchen Urinstinkten die Dich zur Artenvermehrung treiben. Die Aussage das man „nichts für seine Gefühle kann“ ist bullshit. Gefühle entstehen im Kopf, nicht im Herzen (oder sonstigem Körperteil). Das was was man im restlichen Körper fühlt sind Triebe, aber ob wir ihnen folgen entscheiden ganz allein wir – mit dem Kopf…
    Wenn man also in einer Beziehung steckt und jemanden anderes kennenlernt und ernsthaft meint das das „echte Gefühle“ sind, dann sollte man sich ehrlich fragen was in der Beziehung A dazu geführt/gefehlt hat damit man überhaupt erst empfänglich für eine eventuelle Beziehung B ist. Und ob es mit B wirklich anders als mit A sein wird – schließlich ist man selbst hier der gemeinsame Nenner und es gehören ja immer 2 zu einer Beziehung 😉
    Sollte man der Single sein der sich in jemanden vergebenes verkuckt, sollte man sich die gleiche Frage ernsthaft stellen: wo liegt der Unterschied zwischen mir und seiner derzeitigen Freundin? Wir alle wollen glauben jemand besonderes zu sein, aber wir wissen doch: Es gibt nicht DEN EINZIG WAHREN. Da spielen viele Kompabilitätsfaktoren rein, die, zusammengerechnet, eben subjektiv sagen Mr.X und A passen besser zusammen als Mr.X und B… oder vice versa.
    Und wenn wir doch wissen das Gefühle Kopfsache sind, dann würde ich als Single sichergehen wollen, das man wirklich bessere „Überlebenschancen“ mit Mr.X hat, als A sie hatte, oder ob Mr.X einfach nur nicht kopf- und charakterstark genug ist, eigene Probleme&Schwächen einzugestehen und daran zu arbeiten und sich deshalb nach einer neuen Beziehung umschaut… oder, noch schlimmer, sich einfach ne zweite „Beilage“ dazusucht.

    1. Liebe Nic,
      danke für deinen Kommentar. Ich weiß, manchmal habe ich noch ein naives Denken. Es waren ja auch bloß ein paar Gedankengänge.

      Für mich ist die Liebe etwas Kompliziertes und ich glaube, ich selbst würde mich eher von einer vergebenen Person fernhalten.
      Schließlich möchte man ja auch nicht diejenige sein, die die Beziehung dann quasi kaputt gemacht hat.

      Nun ja, ich weiß nicht ob Gefühle Kopfsache sind. Klar kann ich diese auch steuern, aber warum sagt man dann Sätze wie „es kommt vom Herzen“ o.ä.?

      Viele Grüße

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.